GT- und Sportwagen und ein Schuss LMP3

16.08.2017

Wer Herrmann Speck beim letzten P9-Weekend im badischen Hockenheim über den Moto-GP-Kurs "fliegen" sah, der erkannte, ob Racer und Fans, ganz deutlich, dass dort einer unterwegs ist, der höchsten Ansprüchen im GT-Sport gerecht wird. Auf einem knallig gelben Porsche, einem GT3R, schoss der Nürnberger eine knappe Sekunde hinter dem Schweizer Edy Kamm durchs Ziel. Am Ende lagen die beiden Frontmänner der P9-Challenge als Klassensieger der Klasse 8 und der Klasse 6 nur einen Wimpernschlag auseinander. "Mit dem Hermann kann man absolut perfekt fighten", so der Routinier Edy Kamm, ein Racer aus der Gegend von Zürich, nach dem Rennen anerkennend. In den Rundenzeiten ihrer schnellsten Rennrunden lagen beide Kontrahenten ebenfalls nur knapp eine Sekunde auseinander. Absolut zwei würdige P9-Gesamtsieger.
Team Roth-Racing aus der Schweiz kontra AKA-Sportwagenservice aus dem fränkischen Arnshöchstädt setzten sich auch im zweiten Rennlauf extrem engagiert auseinander. Diesmal hatte Hermann Speck die Nase vorn. Ein gelungener Start und eine schnelle Runde nach der anderen erwiesen sich an diesem warmen Sommersonntag als das optimale Erfolgskonzept. Nach 21 Runden auf dem 3,692 Km langen Moto-GP-Kurs holte sich Hermann Speck seinen vierte P9-Challenge-Gesamterfolg 2017. Nach dem Sieg auf dem Salzburgring und dem Doppelsieg am Eurospeedway-Lausitzring gab der Unternehmer  in Hockenheim wieder einmal eine Kostprobe seines fahrerischen Könnens.
Hermann Speck fährt seit Ende der 90er Jahre Automobilrennen. "Nein, zu den Menschen, die bereits im Kindesalter im Kart saßen, gehörte ich nie", lächelt der renommierte Pumpenhersteller. Er begann im Motorsport auf der Clubsportebene mit einem Porsche 996-Cupmodell. Bevorzugte Serien zu Beginn waren anschließend der Alpenpokal und der Deutsche Porsche Sports Cup. Und was für einen Nürnberger ganz besondere Reize ausübt, ein Start vor der Haustür am Norisring wurde anvisiert. Diese klassische, aber nur einmal im Jahr befahrenen Herausforderung, kann man sich als heimischer Fahrer kaum entziehen. "Aus dieser Zeit kenne ich Hermann", so GT-Champion Jürgen Bender. Auch er war bereits einmal P9-Gesamtsieger. In den Jahren 2006, 07 und 09 errang Hermann Speck den Carrera-Cup-Titel in Österreich auf Porsche. Dazu errang er eine große Zahl von Klassensiegen im Porsche Sports Cup. Freude an motorsportlichen Auseinandersetzungen ist für den Mitfünfziger Trumpf. Diese Freude spiegelte sich auch auf dem Podium in Hockenheim im Rahmen des American Fan Festes wieder. Hermann Speck, Edy Kamm, Franz Irxenmayr (A) und Markus Alber strahlten alle mächtig. Nicht weniger als die Kollegen Rehlinger, Willems, Hassel oder Rabensteiner.
"Der Bernhard (P9-Manager Fischer) hat das hier in Hockenheim wieder prächtig gemacht", so Albert Stephan vor der leider frühen Abreise. Ihm spielte in Hockenheim die Technik einen Streich.
Das nächsten P9-Highlight werden die Saisonsieger Fritz "K", Stephan, Schimanski, Kamm (CH) und Speck in Brünn in den Asphalt radieren. Hermann Speck kann dort den Sack zumachen. Holt er sich einen weiteren P9-Gesamterfolg, dann ist er uneinholbar Sieger-König-2017 der P9-Challenge. Neue GT-Routiniers dürften den etablierten P9-Heros das Siegen dort kaum leichter machen. Die "Latte" liegt hoch in der P9-Challenge.