Antonin kam, sah und siegte

05.06.2019

Das rennomierte Prager GT-Team Rock Robots konnte am Österreichischen Red Bull Ring 2019 aus dem Stand ein abslutes Erfolgswochenende in den Asphalt radiert. Wie immer hervorragend ausgerüstet reiste die Crew aus Tschechien zum ersten Weekend der P9-Challenge an. Sehr weit ist der Weg ins Nachbarland nicht. So kam man natürlich dort auch topfit an. Auf der schnellen F1-Grand Prix Strecke in Österreich hatte das Team auch schon früher Erfahrungen sammeln können. 2019 gastierte man zum ersten Mal dort. GT-Ass Antonin Herbeck und seine Jungs kannten sich in der Steiermark ja bestens aus. Das international gemischte GT- und Sportwagenfeld begeiterte Herbeck absolut. Schon im 1 Training wurde klar das routinierte Fahrer mit den kleinen leichten Sportwagen der SCC von den Rundenzeiten her betrachtet, fertig werden würde. Packend für die Fans insbesondere der Kampf zwischen Herbeck und Lisowski im Audi R8 LMS GT3. „Mateus ist ein schneller Mann“, so Antonin Herbeck anerkennend. Im Rennmix behielt Antonin Herbeck im ersten Heat die Oberhand und wurde Gesamtdritter. Das Rennen der P9-Challenge gewann der Pagani-Pilot aus Prag auf seinem Pagani-Zonda mit AMG-V12-Power auf dem Red Bull Ring in der immer wieder faszinierenden Steiermark überlegen. Noch besser kam es im 2. Rennen der P9-Challenge. Herbeck fuhr die schnellste P9-Runde des Wochenendes. Ohne Arbeit am Red Bull Ring ging es für die Renntechniker an diesem Wochenende jedoch nicht. Da man zum ersten mal mit den in der P9 vorgeschriebenen Michelin-Rennreifen unterwegs war, galt es die richtigen Abstimmungswerte für die Federung, die Dämpfung und die Einstellung der Aufhängungen zu erarbeiten. Aber man sah sofort das es von Heat zu Heat deutlich besser lief. Die Einstellarbeiten am Pagani hatte Erfolg. Man kennt "sein Baby" eben bis in die kleinste Schraube genau. Team Rock Robots brachte den Pagani Boliden auf den Michelin-Pneus prächtig zum Laufen. Antonin Herbeck konnte so auch den 2. Lauf der P9-Challenge am P9-Auftaktwochenende in Österreich klar für sich entscheiden. Genau so wünscht sich ein Fahrer das ja. Wohl auch die P9-Endurance über 1h hätte Antonin Herbeck für sich entschieden. Aber eine Reifenpanne auf dem Weg hin zur Startaufstellung machte den ungeplanten Reifenwechsel genau dort nötig, wo man normalerweise nicht darauf vorbereitet ist. Man musste den Wagen per Luft anheben und verhakte sich dabei mit der Hebetechnik. Die Streckenhilfe konnte wegen einer Blockade der Hydraulik-Heber auch nicht helfen - shit,happens - so musste das Italienische Technik-Juwel leider frühzeitig im Rock Robots Sattelzug verladen werden und auf die Heimreise geschickt werden. Man darf aber ganz sicher sein, dass Hermann Speck - dem wir an dieser Stelle nicht nur zum P9-Endurance-Sieg am Red Bull Ring gratulieren -  sicher noch den einen oder anderen "Fight" um Punkte zur Endurance mit Antonin Herbeck bekommen könnte. Beide fahren ja alleine, ohne Fahrerwechsel, und können so volle Punkte kassieren. Es bleibt spannend Freunde. HTS

Foto Autosport.at -- v.L. Fischer, Antonin Herbeck, Speck, Fischer