Die Tabelle verrät sehr viel

30.10.2018

Die Klassenerfolge sind es, über die in der P9-Challenge der Weg zum Titel führt. Aber auch in anderen Serien ist es oft der Klassensieg dem besondere Bedeutung zu kommt. In der P9-Challenge punkteten Fahrer aus den Klasse 2, 4, 5, 6 und 8. Die erfolgreichsten Fahrer auf der Jagt nach dem Titel in der P9-Challenge waren alle samt GT-Routiniers.
In der Klasse 2 schlug 2018 der aus Österreich stammende Reise-Veranstaltungsmanager Fritz Rabensteiner voll zu. Und unter der Betrachtung von etwas "wenn und aber" war in der Tabelle für den Tiroler noch deutlich Luft nach oben auszumachen. "Fritz hatte als Gesamt-6 in der Klasse die Nase klar vorne", so ein Audi-Techniker. WS-Racing wird durch ihren schnellen Innsbrucker R8-GT-Piloten im Kampf um das "Stockerl" des Gesamtklassements die fehlenden Punkte aus Italien beklagen. Aber die beruflichen Verpflichtungen waren es, die Fritz Rabensteiner zu Saisonmitte leider bei einigen Einsätze bremsten.
In der Klasse 5 landete ebenfalls ein Mann ganz vorne, der 2018 deutlich unter seinen Möglichkeiten blieb. Oliver Michael, der 11. der Tabelle hätte 5 Positionen weiter vorne landen können. Richtig gut geerntet hat der Porschemann 2018 nur am Lausitzring. "Mehr Starts und es wird in der Tabelle für ihn auf alle Fälle 2019 rasant nach vorne gehen", so P9-Gründer Bernhard Fischer aus München.
In der Klasse 6 dominierte Heiko Neumann als "DER P9-Neueinsteiger" der Saison über die volle Saison ganz klar. Auf seinem Porsche 997 GT3 R brachte der GT-Routinier aus Burg bei Magdeburg gleich zwei - wenn man so will - Profis mit in die P9. Team Motopark-Manager Timo Rumpfkeil aus Oschersleben und den "Beinahe-Titelträger" der GT-Masters-2018, Callaway-Competition-Ass Marvin Kirchhöfer aus Leipzig.
In der Klasse 8 gelang es dem Ex-Champion mehrerer Deutscher GT-Serien, Jürgen Bender mit einem viel beachteten Doppelsieg zum Saisonfinale am Ring Klassenbester zu werden. Das bedeutete auch Position 7 in der Gesamtwertung der P9-Challenge. Eine Einladung an GT-Asse die P9 ins Visier zu nehmen.
Da fehlt doch noch ein Klassenprimus. Richtig - ganz genau. Das ist der beste Mann in der Klasse 4. Es war Boris Schimanski dem es 2018 gelang über die Saison und mit konstant guten Resultate die Führung schon In Hockenheim zu erobern und die dann auch souverän ins Ziel zu bringen. Sein schneeweißer Porsche GT3 Cup Mk2 lief wie eine Schweizer Uhr. Und Boris leistete sich nirgends einen Fehler. Das war am Ende der Titel. Für ihn nach 2013 bereits der zweite Meistertitel in der P9-Challenge. Respekt. Mit dem Erfolg am Ring löste Boris den amtierenden Meister der Saison 2018, Franz Irxenmayr aus Österreich dort in der Eifel ab."Für mich war am Lausitzring klar, das er mit der Titelverteidigung wohl nichts werden würde, aber mein Wunsch, am Ende gegen die starken Kollegen Neumann, Prager und Speck bestehen zu können, der ging noch in Erfüllung", so "Irxi" Irxenmayr nach dem 2. Lauf am Nürburgring. Dort sicherte sich der Meister von 2017 den Vizetitel 2018. Acht gewertete Starter in der Klasse 8 wurde nur durch einen weiteren Starter in der Klasse 9 überboten.
Betrachtet man den Saisonverlauf genau, dann wird klar, dass jene Fahrer die alle Rennen bestritten, am Ende entscheidend in den Titelkampf eingreifen konnten. Boris Schmanski verkraftete am Saisonende die fehlenden Punkte von Monza. Franz Irxenmayr bremste sein verspäteter Saisonstart ein. In der Klasse 4 hatte er aber eben auch mit dem angehenden Meister eine sehr harte Nuss zu knacken. Die konstantesten Starter waren Heiko Neumann und Thomas Prager. "Die Zwei" haben alle Saison-Rennen bestritten, sehr gute Resultate erzielt und am Ende die Gesamtränge 3. und 4. in der Challenge erobert. Hermann Speck startete in Hockenheim auf dem F1-Kurs furios in die Saison. Aber er musste aus geschäftlichen  Gründen - gerade meldete er sich wieder von einer Messe in den USA - auf die Rennen von Monza und am Nürburgring verzichten. Und der 2. Lauf in Imola - aber lassen wir dieses Rechenspiel. Mit Hermann Speck, dem Endurance-Champion muss 2019 in der Challenge absolut gerechnet werden. HTS