Highlights der ersten P9-Halbzeit 2018

09.07.2018

Als sehr routinierter GT-Racer bewegte Boris Schimanski sich seit dem Saisonaftakt auf der Grand Prix Kurs von Hockenheim recht konsequent auf den P9-Challenge-Titel zu. In seinem Porsche 991 GT3 Cup MK I mit der Startnummer 444 wußte er von Saisonbeginn an was für eine Titelgewinn wichtig sein würde, den P9-Challenge-Titel 2018. Keinesfalls "touching weels",  zerbröselte Türen und Kotflügel sind es nicht die passieren sollten. Klassenerfolge werden am Ende einer Saison addiert und markieren den Weg in Richtung Titel. Jetzt, nach 6 Rennen auf 3 Grand Prix-Kursen zeigt sich wie richtig dieses Vorgehen ist. Boris Schimanski hat im strahlend weißen Porsche 991 nicht nur als KL4-Bester sondern auch in der Meistertabelle die Nase klar vorne. Die Starts auf dem Grand Prix-Kurs Hockenheim, am Red Bull Ring und zuletzt im Königlichen Park von Monza machten den Porsche GT-Routinier nun zum "P9-Challenge-Halbzeitmeister-2018". "Natürlich hat man den Titel nie sicher in der Hand", so Boris. Man kann sich technisch perfekt auf eine Saison vorbereiten, Man kann noch so kleine Fahrfehler im Training und im Rennen vermeiden, jedoch auf das Geschehen in anderen Klassen hat man im Rahmen einer Meisterschaft ja leider keinen Einfluss". Das ist nicht zu ändern. Dort machen andere Wettbewerber die Pace. Man muss also immer seine Klasse gewinnen zu versuchen, um Anschluss an die Spitze zu halten.
In Hockenheim gelang Boris Schimanski in der neuen Saison gleich der erste Klassensieg. Auch am Red Bull Ring klappte es für Boris recht gut. Nach 4 von 6 Rennen der ersten P9-Challenge-Rennen in der ersten Halbzeit hatte der Routinier weiterhin die Nase in der Tabelle vorne. Hermann Speck (Porsche) und der Österreicher Fritz Rabensteiner (Audi R8) rückten der Spitze aber näher. Speck als erfolgreichster KL6-Fahrer und Rabensteiner als KL2- und Audi-Spitzenmann machten auf dem bei Nässe besonders tückischen Kurs in Österreich einmal mehr auf sich aufmerksam. Mutig gingen dort auch Schimanski und Prager ran. Sie wagten es bei Nässe auf Slicks und setzten sich durch. Hermann Speck fehlte In Monza. Er wusste schon früh das es dort, bedingt durch berufliche Termine, nicht starten können würde. Heiko Neumann kam alleine nach Italien. Aber das hielt ihn nicht davon ab sich durch die Erfolge in beiden Rennen von Tabellenrang 4 vorbei an Hermann Speck auf den 2. Rang hinter Boris Schimanski zu schieben. Und noch einer machte in Monza richtig Boden gut. Franz Irxenmayr rauschte nach seinem verspätete Saisonauftakt in Österreich nun mit 2 Top-Resultaten von Tabellenrang 9 auf die "4" nach vorne. "Dazu der erste Gesamterfolg für uns", fügte der Niederösterreicher mit berechtigtem Stolz hinzu. Stolz sein konnte in Monza auch Heiko Neumann, allein, ohne den Teamkollegen Timo Rumpfkeil ratterte er wie auch Franz Irxenmayr zu seinem ersten Saison-Gesamtsieg.
Stanislav Minski, Heiko Neumann und Franz Irxenmayr haben 2018 je einen und Hermann Speck bereits 3 Gesamterfolge eingefahren. Routinier Speck darf sich also nun mit Recht als der "Halbzeit-Siegerkönig-2018" betrachten.
"Fünf Klassenbeste in der Tabelle unter den ersten 10, das sorgt vor Beginn der 2. Saisonhälfte für viel Spannung in der P9-Challenge. "Die 2. Saisonhälfte beginnt Mitte Juli auf dem Deutschen Lausitzring", so Serienveranstalter Bernhard Fischer aus München. Die ersten 3 der P9-Tabelle (Schimanski, Neumann, Speck) sind Porsche Piloten der Klassen 4 und 6 aus Deutschland. Direkt dahinter die beiden Verfolger aus Österreich. Der amtierende Meister Franz Irxenmayr (Porsche) und Fritz Rabenstein aus Innsbruck auf Audi R8. Der Schweizer Rene Gilomen ist Klassenbester der KL8 und Sebastian Glaser hält die Flagge der KL5 im Fahrtwind ganz oben.
Dazu gab es 2018 in der P9 für die Fans zwei neue Rennwagen zu bestaunen. Richard Kaulitz und Klaus Ostenrieder präsentierten ihrem neu erworbene Renault RS01 beim ersten Ausritt am Red Bull Ring auf einer tollen Bühne. Die Dallara-Konstruktion zusammen mit dem Renault-Werk geschaffen, überzeugt auf Anhieb. In Monza präsentierte Udo Rienhoff dazu seine Shelby American Cobra.
Tolle GT's, starke Fahrer und routinierte P9-Urgesteine dürften etliche Freunde der GT-Serie zum Lausitzring ziehen. HTS

Foto: Scharminski vor Binetta (I) beide auf Porsche