Martin Lechmann - Konrad Motorsport - Lamborghini Huracan GT3 - Lausitzring

17.12.2019

Martin Lechmann ist der erste seiner Familie der sich dem Automobilrennsport zugewendet hat. Erfolg aus dem Stand also. Auch unter den alten Freunden aus früheren Zeiten waren keine Racer. Nach Schule und Ausbildung begannen Martin als Mitzwanziger immer stärker leistungsstarke, sportliche GT-Modelle zu interessieren. Auf einem AMG nahm der inzwischen selbstständig Beckumer auf der nahen Teststrecke Bilster Berg an einem ersten Trackday teil. „War von Beginn an eine super Sache. Ich beließ das natürlich denn auch nicht bei einer Teilnahme“ so Martin Lechmann noch heute sichtlich begeistert. Starts auf Porsche-Modellen, also Heckmotorboliden vervollständigten seinen Erfahrungsschatz. Schnelle Runden in den Asphalt radieren, sich über die Runden auf einem Rennkurs steigern, Fahrfehler im Ansatz erkennen und abstellen - das hatte was. Später spielte dann die Wahl der optimalen Linie auf einer Strecke eine wichtige Rolle. Heran fahren an einen Mitstreiter, sich positionieren und überholen - eine sehr reizvolle Schulung am Volant verschiedener GT-Modelle ließ den Wunsch nach Renneinsätzen bei ihm auf kommen. Dafür war das Abstimmen eines GT-Wagens wichtig. Reifendrücke, Einstellwerte des Fahrwerks, Federn, Dämpfer, Stabis - alles Dinge von nicht zu unterschätzender Bedeutung, wenn man daran denkt erfolgreich Rennen zu bestreiten. 2018 kam Martin Lechmann mit Franz Konrad aus dem nahen Verl in Kontakt. Konrad, ein Meister zweier Metiers, dem Formelrennsport wie danach auch dem internationalen GT-Sport, stellte Franz Lechmann für Renneinsätze einen Lamborghini Huracan GT3 hin. Bestens vorbereitet von Juan, einem erfahreren Argentinischen Renningenieur im Team Konrad Motorsport, ging Martin Lechmann danach auf dem zwischen Berlin und Dresden gelegenen Eurospeedway Lausitzring in der P9-Challenge an den Start. Gegner auf Modellen von Porsche, Callaway-Corvette oder AMG ermöglichten in der P9 schnell den Vergleich mit anderen Rennwagen-Fabrikaten. In der P9-Challenge standen 2019 dazu Fabrikate von Pagani-Zonda, Dallara oder BMW am Start. Am Ende belegte Martin Lechmann in der P9-Challenge hinter Gesamtsiegern wie Herrman Speck oder Jürgen Bender mit 4 Starts einen ausgezeichneten 6. Gesamtrang. In seiner Klasse landete der Mann aus Beckum auf Rang vier. Ein Rennen mehr und Platz 3 in der Klasse wäre in der Endabrechnung wohl kein Problem gewesen. Das beste Rennresultat ersten Weekend bedeutete aus dem Stand sogar den Sprung auf's Trepchen - Platz 2 am Lausitzring! Respekt vor jenem Einsteiger der nicht vom Kart aufgestiegen und trotzdem in dem für ihn neuen Lamborghini Huracan auf Anhieb bestens zurecht kam. Der Versuch 2020 in der P9 um den Titel zu kämpfen scheint also absolut lohnenswert. Und dann ist da ja zusätzlich noch die Herausforderung der P9-Endurance-Championship. Hermann Speck auf Porsche war auch 2019 der Mann den es bei den "Einstundenrennen" zu schlagen gegolten hätte. „Dort war ich noch nicht am Start“, so Lechmann. Der spätere Vizemeister Michael Hollmann auf dem 991er Cup-Porsche von KR-racing aus Graz saß Routinier „Specki“ in der Endurance über die volle Saison in der Serie im Genick. Der routinierte Pumpenhersteller Hermann Speck aus Nürnberg war wie 2018 bereits, auch heuer einmal mehr nicht zu packen. Der erste Lamborghini-Titelgewinn in der P9 steht also in beiden Serien - wenn man so will - noch bevor. Eine Aufgabe die 2019 von dem Österreicher „Denis G.Watt“ mit Bravour angegangen und erledigt wurde war der Challenge-Titelgewinn. Die P9-Challenge und die P9-Endurance 2020 rufen. „Herausforderungen sind also für den engagierten GT-Challenger aus Beckum reichlich vorhanden“, so P9-Boss Fischer aus München. HTS Foto: Autosport.at, Dirk Hartung