P9-Challenge - der Weg zum Siegerkönig

13.08.2019

Hermann Speck dürfte bisher mit seiner Erfolgskurve in der P9-Challenge-2019 recht zufrieden sein. Ab dem 3. Start im Rahmen des Auftaktwochenendes der Saison 2019 am Red Bull Ring gewann der schnelle Franke vieles von dem was er unter seine Slicks, Intermediates und Regenreifen nahm. Die Rennstrecke in Österreich mit dem bekannten Namen verlieh dem Routinier im gelb schwarzen Porsche wahrlich Flügel.
In den Rennserien moderner Prägung wird nicht nur um "Pole", "schnellste Rennrunden" und "Sieg" gekämpft. Alle Fahrer haben immer auch die eigene Tabellenposition "ihrer" Meisterschaft im Auge. Dazu sind nicht primär nur die Gesamtresultate wichtig, sondern hauptsächlich die Resultate "seiner Klasse" in der ein Fahrer an den Start geht. Ein Klassensieg in der KL2, 4, 5, 6, oder 8 der P9-Sereinwelt ist es, der die Meisterschaftsposition beeinflusst. Befragt man Fahrer die nicht unbedingt ein Profikarriere im Sinn haben, dann steht noch eine andere Zielsetzung ganz weit oben auf der Wunschliste. Und dieses Ziel, dieser Wunsch war auch schon vor Jahrzehnten für die größte Zahl der aktiven Racer ganz wichtig. Ein Fahrer möchte nicht schon früh am Wochenende dem Traum nach der Erringung einer "Pole" zum Opfer fallen. Er will seine GT nicht frühzeitig zerlegen und heim reisen müssen. Die echten Racer wollen an einem Rennwochenende möglichst viel fahren. Das freies Training wird genutzt um zu sehen, wie der eigene GT-Wagen liegt, ob die Balance stimmt, oder um den neu erworbene Reifensatz ordentlich anzufahren.
Wenn das alles nach einiger Zeit zur Routine wird, dann beginnt es für einen Fahrer und sein Team Erfolge ein zu sammeln. Der Nürnberger Hermann Speck und seine AKA-Crew aus dem Bayrischen Dachsbach befinden sich seit einiger Zeit in der Phase Erfolge ein zu sammeln. Neben den Siegen in den drei Endurance-Wettbewerben am Red Bull Ring, in Monza und zuletzt am Deutschen Lausitzring, gelangen auch 4 Siege bei den P9-Challenge-Läufen in Italien und in Deutschland.
In der P9-Endurance gelang es Hermann Speck die Tabellenspitze zu erobern und zu verteidigen. In der P9-Challenge erkämpfte er sich die Tabellenspitze beim 6. Meisterschaftslauf am Lausitzring. Führte zunächst Antonin Herbeck (CZ) auf dem Team Rock Robots-GTR, einem Italienischen Pagani Zonda, so übernahm nach dem 4. Meister-schaftslauf in Monza "Denis G. Watt" (A) vom Team KR-Racing aus dem Österreichischen Graz die Tabellenspitze. Beide, Herbeck aus Prag und "Denis G.Watt" aus Graz waren 2019 Neueinsteiger in der P9-Challenge. Erst bei den Rennen am Lausitzring gelang es dann P9-Routinier Hermann Speck (D) die Tabellenführung zu übernehmen. Die Führung in der Gesamtsieger-Liste hatte der Nürnberger bereits in Monza übernommen. Am Lausitzring baute er seine Führung dann weiter aus.
Bei drei noch ausstehen den P9-Weekends werden noch 6 Challenge-Gesamtsieger geehrt. Dazu gibt es 3 Erfolge in der P9-Endurance zu bejubeln. Dabei können in der Endurance sich wegen des zulässigen Fahrerwechsels 2 Fahrer den Erfolg teilen. "Man erkennt also sehr schnell, das es in der zweiten P9-Saisonhälfte durchaus noch 12 strahlende Gesamtsieger auf dem Podium geben kann", bemerkt P9-Serienmanager dieser Tage im Interview. Merken wir es an - für Spannung ist somit absolut gesorgt. Die Fischer-Junioren Michael und Markus aus Österreich sowie der Süddeutsche Jürgen Bender hatten bereits einen Fuss auf der obersten Stufe vom Stockerl. Da kommt wohl ganz sicher noch mehr. Nicht nur von diesen Racern. HTS

Foto: Autosport.at, Dirk Hartung