P9-Vorentscheidungen in Hockenheim

11.09.2019

Wenn in Hockenheim zu einem Raceweekend gerufen wird, dann sorgt das in aller Regel für Hochbetrieb. „In Hockenheim wird sehr gerne gefahren, eine anspruchsvolle Formel-1 Rennstrecke zieht die Fahrer und die Teams besonders an“, so P9-Manager Bernhard Fischer aus München. "Sportwagenschmied" Marco Bayer nickt zustimmend. Am 20.-22.09 wird in Hockenheim die IDM-Variante des Kurses befahren
.
Teams und Rennfahrer aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, der Tschechei, Frankreich und den Beneluxländern schätzen das sehr zentral gelegen Motodrom im Dreieck Heidelberg, Mannheim, Speyer, besonders wenn es darum geht, ein hochwertiges Rennwochenende unter ihre glatten Gummis zu nehmen. Hockenheim stellt im Automobilsport eine optimale Mischung von „Tradition und Moderne“ dar.

Die Gründung der Strecke geht auf das Jahr 1932 zurück. Man begann damals, um genau zu sein am 29. Mai 32, auf Anhieb mit 60.00 Zuschauern. Absolut Super für die damalige Zeit. Auf losem Untergrund staubten die Fans damals auch noch kräftig ein. Erster Sieger auf einer dicken 500er NSU wurde damals der bekannte Brite Tom Bullus.
In den Folgejahren wurde die Streckenführung bekanntermaßen mehrfach verändert. Große Namen schrieben Hockenheim-Geschichte. Darunter, gewissermaßen als Auftakt moderner Formel-1 Zeiten, der in Mainz geborene spätere F1-Weltmeister Jochen Rindt. Ihn beanspruchen ja auch die Fans aus Österreich später als Landsmann. Dort wuchs der "bekennende Europäer Jochen Rindt auf, um dann mit einer Österreichischen Lizenz Rennen zu fahren.
Doch zurück zur Gegenwart. Die P9-Challenge als moderne GT- und Tourenwagen geht in Hockenheim in die Vorentscheidung der P9-Challenge, einer umkämpften Sprintserie und der P9-Endurance, eines Wettbewerbs mit der Möglichkeit des Fahrerwechsels ins 5. Weekend-2019. Waren es 2018 Stanislav Minski (RUS) und Nick Foster (AUS) die in der P9 beim Auftakt dort einen Endurance-Glanzpunkt setzten, so hat der Nürnberger Hermann Speck seit einiger Zeit seine Endurance-Einsätze so optimiert, dass er in seinem 997er GT3R in der Serie zum „Maß der Dinge“ avancierte. Wird Hermann Speck auf seinem von AKA eingesetzten gelb schwarzen Porsche an der Tabellenspitze bleiben.Zwei Mal holte er sich den Endurance-Titel zuvor bereit. Und auch 2019 sieht es in Sachen Tabellenführung für den Franken bisher sehr gut aus. Hermann Speck pumpte bisher die meisten Zähler auf sein Tabellenkonto. Die Verfolger, KR-racing aus Graz mit Pilot Michael Hollmann, WS-Pilot Ulrich Schmidt und das Team Medilikke-Duo Markus und Geri Fischer aus Österreich dahinter. Die glorreichen 3 Fischers fehlen wohl in Hockenheim.
In der Sprintserie, der P9-Challenge dürfte es 2019 in Hockenheim aber besonders heiß her gehen. Der Wechsel der Tabellenführerr von Auftaktsieger Antonin Herbeck (CZ) zu „Denis G. Watt“ (A) und dann zu Hermann Speck (D) hin, zeigt wie eng umkämpft die P9-Serie ist. Nicht nur die Tabellenführung, sondern auch die Gesamtsiege und die Plätze auf dem „Stockerl“ üben besondere Reize aus.
Dazu können sich die Fahrer der P9-Challenge in Hockenheim heuer mit den Heros der traditionsreichen STT-Serie messen. Man ist am gleichen Wochenende auf der gleichen Strecke am Start. Für Wahr eine außergewöhnliche Herausforderung besonderer Art. Modelle von Porsche, AMG-Mercede, Callaway-Corvette, Lamborghini, Audi und VW werden um Gesamtsiege und Erfolge in den Klassen ringen. Und die Klassensiege sind es die die Meisterschaftspunkte einbringen. Wird es in Hockenheim bei bislang 4 P9-Gesamtsiegern, Antonin Herbeck (CZ), Hermann Speck (D), „Denis G.Watt“ (A) und Heiko Neumann (D) bleiben? Versprochen, sie alle und andere Fahrer dazu werden um jeden Zentimeter Asphalt sehr hart ringen. HTS
Foto: Autosport.at, Dirk Hartung