Siegerwagen - Auftakterfolg für Pagani Zonda GT3R

10.08.2019

P9-Challenge hat bis zur Saisonmitte 2019 in Österreich, Italien und Deutschland 6 Wertungsläufe absolviert. Zusätzlich schrieb die P9-Endurance an allen drei Rennwochenenden je einmal GT-Geschichte. Das bedeutet für einen der P9-Starter also in der ersten Saisonhälfte neun Mal ganz nach oben aufs Podium zu steigen. Zwei Fahrern gelang es, wovon jeder Starter wohl insgeheim träumen wird. Zwei andere Fahrer waren ganz dicht dran. Im "Königlichen Park" von Monza hatten die Fischer Junioren in der P9-Challenge gute Karten und am Lausitzring war es Ex-STT-Champion Jürgen Bender, der dort seinen ersten P9-Sieg von 2014 zu wiederholen gedachte. BMW und Callaway-Corvette also schon mal auf Tuchfühlung mit der schwarweis karierten Flagge.
Den Titel kann in jedem Jahr in der P9-Serie (Challenge/Endurance) nur ein Fahrer erkämpfen. Das sind zum einen der Sprintmeister der Challenge und der Meister in der Endurance. In beiden Serien sind es maximal 12 Fahrer die an 6 Wochenenden nach ganz oben auf das Podium steigen dürfen. Voraussetzung in der Endurance ist jedoch, das 2 Fahrer im jeweiligen Siegerwagen sitzen. In der Saison 2019 war das bisher nicht der Fall. Hermann Speck war es, der auf seinem Porsche 997 GT3R die P9-Endurance jeweils alleine bestritt und seine Läufe alleine gewann.
Die P9-Saison begann auf dem Red Bull Ring vor der prächtigen Kulisse der Alpen. Das aber leider bei wechselnden Wetterbedingungen. Der mit seinem Team Rock-Robots an gereiste Antonin Herbeck war es, der auf seinem Pagani-Zonda mit V12 AMG das Spiel beherrschte. Für die GT-Fans ein Genuss. Einen Pagani GT-Boliden bekommt man als Fan eben selten zu Gesicht. Pole in beiden Sprints und auch bei der Endurance machten den roten GT aus Italienischer Produktion zum überlegenen Gegner. Den galt es auf der Grand Prix Strecke nahe Graz zu schlagen. Gekonnt pilotiert gelang es Antonin Herbeck den PS-starken Boliden beflügelt von des Fahrers GT-Routine bei jedem Wetter um den Kurs zu powern. Antonin gewann beide Sprinrennen klar. Leider verhinderte ein "Platter" auf dem Weg zum Vorstart dann Herbecks Start bei der P9-Endurance. Ein schneller Radwechsel war zeitlich leider nicht mehr möglich. So holt sich der Endurance-Champion der Vorjahre (2017/2018) den Sieg. Zwei Siege für das Fabrikat Pagani und ein Sieg für Porsche zum P9-Auftakt in Österreich also.
In Monza beherrschte Hermann Speck wie schon 2018 das Spiel klar. Drei Gesamtsiege für den Nürnberger. Er pumpte so 3 weitere Pokale in die Vitrine seiner umfangreiche Sammlung. Dazu die noch wichtigeren Punkte für die 3 Klassenerfolge der Tabellen der P9-Challenge und in der P9-Endurance. Nach Monza stand es nun also 4:2 für Hermann Speck und Porsche. Aber nicht unerwähnt bleiben darf, dass Antonin Herbeck Monza auslassen musste. Aber es kam für den Prager noch übler. Am Lausitzring war der Pagani-Pilot erneut schnell unterwegs, sehr schnell. Ein Kupplungsproblem konnte vor Ort an der Strecke nicht behoben werden. Das war's dann in Deutschland. Aufladen und zum Glück eine nicht sehr lange Rückreise ins heimische Prag für die enttäusche Crew. auch in der Lausitz siegte Hermann Speck. Von den Rundenzeiten her sah es dort lange sehr gut für Jürgen Bender aus. Aber ein technisches Problem das sich hätte nicht einstellen dürfen, brach dem Pfeil des Deutschen Corvettepiloten die Spitze ab. Und das kurz vor Rennende. Platz 2 ist in einem solchen Fall ist für den Fahrer nicht wirklich ein Trost. Siegstand bei Halbzeit 7:2 für Porsche und Hermann Speck.
Die Chance auf Sieg für BMW (Z4 GT3) und Callaway-Corvette (Z06 GT3) waren 2019 durchaus schon gegeben" bemerkt Manager Bernhard Fischer mit Nachdruck. Warten wir ab was die Rennen in Brünn, Hockenheim und Imola bringen werden. Weitere Siegermodelle und weitere Sieger ganz oben auf dem Podium?  HTS

Foto: autosport.at, Dirk Hartung - Pagani vor Porsche zum Auftakt