Timo Rumpfkeil - Meister und Meistermacher

12.12.2018

Man sah ihm die Freude an als er beim Saisonauftakt der P9-Challenge in Hockenheim 2018 zusammen mit Heiko Neumann auf das Podium sprang. Streckensprecher Lambert rief die Fahrerduos der P9-Endurance aufs Podium. Heikooo Neumann und Timooo Rumpfkeil so "the Voice", wie den Klaus viele Insider seit ewigen Jahren respektvoll nennen. - Rumpfkeil, Timo Rumpfkeil, Der Name hat Gewicht. Und das nicht nur im Deutschen Rennsport. Eine News wird ganz nicht reichen, um dem Mann der sich an jenem Frühjahrswochenende 2018 zusammen mit seinem Racer-Freund Heiko Neumann in Hockenheim an den Start eines GT-Rennens begab, gerecht zu werden. "Es fehlt leider meist die Zeit", so verstand ich das damals nach der Siegerehrung der P9-Endurance, "...um selber öfter mal einen Renneinsatz zu bestreiten". Geboren wurde Timo 1975 in Diepholz - Diepholz - da klingelt es schon wieder bei den Racern. Eine Flugplatzstrecke für ganz "großes Rennsportkino" der DTM bis 1996. Timo Rumpfkeil wuchs also in den Rennsport hinein und mit ihm auf. Als der junge Mann 23 Jahre alt war ging es vor den Toren von Magdeburg mit einem neuen Kapitel "Racing" weiter. Im westlich der Stadt gelegenen Oschersleben wurde die Rennstrecke. "Motorsport Arena Oschersleben" aus dem Boden gestampft. Dem 1998 gegründeten Team "Motopark" an der Strecke stand Timo Rumpfkeil vor. Fahrerisch hatte er sich von "klein auf" im Trial und Motocross entwickelt. Danach ging's im Kart weiter un d führte Ende des Jahrtausends für ihn in der Formel Renault und der Formel 3. Im neuen Jahrtausend bekam er dann bei seinen Einsätzen ein Dach über dem Kopf. Porsche Carrera-Cup, V8-Star, die Langstrecke und Rallyeeinsätze waren angesagt. Die Zeit neben der Leitung der Rennstrecke, des Teams Motopark und der Betreuung der großen Zahl von Rennveranstaltungen für eigene Renneinsätze wurde knapp. Sie werden eher noch knapper. Darum fiel der Einsatz der alten Freunde aus der Region Magdeburg, Timo Rumpfkeil und Heiko Neumann im Rahmen der P9-Challenge besonders ins Auge. Heiko Neumann hatte sich gerade entschlossen eine GT-Saison, seine erste überhaupt, in Angriff zu nehmen. Und  was lag da näher als seine Rennsportfreund aus der heimischen Region Magdeburg-Oschersleben, den Timo zu fragen ob der nicht mit ihm die P9-Endurance fahren wolle. Man glaubt es ja kaum. Am Ende pilotierten Timo und Heiko den grau-roten 997 GT3R aufs Treppchen. Hinter dem Duo aus Moskau/Melbourne, Stanislav Minsky/Nick Foster (991) und dem späteren P9-Endurance-Meister-2018, Hermann Speck (997) landete das Duo von der Magdeburger Börde auf Platz 3. Hut ab - oder besser Helm ab? Von diesem routinierten GT-Duo kommt noch mehr. Dessen bin ich mir sicher, ganz sicher. HTS

Foto: Autosport.at, Dirk Hartung (Hockenheim 2018)