"Wanted": Ein Mentor für den Aufstieg

14.05.2019

Was, wenn man der Mythologie Gauben schenken darf, einst für die Götter gut war, das kann auch für einen jungen Rennfahrer wohl nur von Vorteil sein, oder nicht? Ich denke schon. Ein Mentor für eine Rennfahrer stellt auf alle Fälle eine sehr wichtige Größe dar. Fahrerische Hinweise von einem erfahrenen Fuchs sind absolut Gold wert. Technisches Wissen das ein Mentor vermittelt, das kommt noch bereichernd dazu. Aber auch das ist noch nicht alles. Ein Mentor kann weitere wichtige Positionen im Bereich "Aufstieg" eines Automobilsport-Einsteigers oder eines Umsteigers vom Kartsport in den Automobilsport entscheidend auf polieren. Da sind zunächst die wichtigen Kontakte zu den Rennteams. "Sprich mit dem Mann, - sprich mit jenem Team, - oder vergiss auf keinen Fall jenen Technik-Experten zu kontaktieren". So klingt die Ratschläge dann. "On Top" kommen dazu die Verbindungen zu den Medien oben drauf. Ein erfahrener Mentor kennt aus seiner aktiven Zeit meist "Gott und die Welt". Das kann nicht nur, das ist 100%tig hilfreich. Positiv angepriesen zu werden sollte man in jedem Fall umfassend nutzen. So lässt sich sehr früh auf die eigene ansteigende Erfolgskurve hinweisen. Man muss also nicht warten bis man eine Zeit lang jeden Sonntag als Sieger ganz oben steht und dann endlich bemerkt wird. Den Weg zu Top-Teams und in die Medien können entscheidend abgekürzt werden. Die Krönung jedoch dürften am Ende wohl Kontakte zu Sponsoren sein. Niemand wird heute noch daran glauben, dass ein Aufsteiger von einem Förderer gesucht und entdeckt wird. Sponsoren überzeugen - da muss ein Fahrer selber ran. Leichter ist es meist 1/10 sec. der Rundenzeit weg zu knabbern, als einen guten Sponsor zu finden. Das richtige Rennauto, die optimale Betreuung durchs Team, möglichst viel gute Presse und interessierte Sponsoren - das ist es was ein Mentor für seine Schützling zum Laufen bringen kann. Dieser Tage trafen in Hockenheim zwei berühmte Namen aufeinander - der Formelsport-Hero früher Jahre, Georg Bellof jr. und der mehrfache DTM-Champion Bernd Schneider. Der Giessener Georg Bellof dessen Bruder Stefan es bei Tyrrell bis in die Formel-1 brachte und Bernd Schneider der 2 Jahre im Zackspeed-F1 saß, könnte in der P9-Challenge mit Ihren Schützlingen schon bald aufeinander treffen. Bellof coacht das aktive Getriebekart-Ass Dennis Fetzer aus Giessen und mit Bernd Schneider hat Ex-Kartroutinier Luci Trefz aus der Nähe von Heilbronn am Zügel. Beide 17 Jahre jung. Fetzer steigt auf Porsche GT3 am Red Bull Ring ein. Trefz ist auf AMG GT4 seit Oschersleben in der Deutschen GT-Szene eingestiegen. Zwei Fahrer, 2 Top-Mentoren. Man darf sehr gespannt sein. HTS

Foto HTS - Schneider (r), Bellof (l)