P9-Challenge 2023 - Taktik ist weiterhin Trumpf

22.03.2023

Sie begannen somit bereits in der Woche nach dem letzten Meisterschaftslauf des Jahres damit, ihre Boliden zu zerlegen. Die einen gingen nach Checkliste vor mit den notierten Mängeln des Vorjahres, die anderen Teams zerlegten einfach alles. Kein verschraubtes Teil blieb montiert, alles wurde inspiziert und erneuert. Auch nach Rissen in der Karosse wurde gesucht. Schraubverbindungen hatten sich durch „Ausritte“ möglicherweise verformt - kommt oft vor. Oftmals zeigt sich auch erst im Frühjahr bei den ersten Testfahrten, dass die Radlastmessungen noch nicht zufriedenstellend sind, und es noch weitere Test bedarf, bis alle Einstelldaten stabil sind.

"Bei uns war das glücklicherweise nicht so", lächelte Coach McKansy nach den jüngsten Tests in Spanien. So hatte die HP-Crew von der ersten Runde an Zeit für Optimierungen beim Setup des schnellen, grünschwarzen GT3 mit dem legendären Namen aus Italien.

Man merkte aber auch, dass die Fahrer zu Saisonbeginn auch etwas Trainingszeit für Toprundenzeiten benötigen, dafür bieten sich Testsessions im Süden an. "Das sind in der Regel Strecken, die nicht im Meisterschaftskalender enthalten sind. Aber die gemäßigten Temperaturen dort passen ganz gut zum späteren Saisonauftakt der P9", so Coach McKansy. Er weiß, wovon er spricht. Denn 2022 gelang es dem GT-Routinier den P9-Challenge-Titel zu gewinnen. Keine leichte Aufgabe für HP-Racing-International und McKansy. Der amtierende P9-Champion Jack Crow auf Porsche und die Zebra-Motorsport-Crew wehrten sich gegen den Titelverlust bis zum P9-Finale in Dijon (F) mit allem, was sie aufbieten konnten. Coach McKansy ist in der P9-Challenge der 2. Fahrer, nach Jürgen Bender vom Team Sportwagenschmiede, dem es gelang den Meistertitel zu erlangen.

Also spannend wird es 2023 in der P9 auf alle Fälle: Modelle von Porsche, AMG-Mercedes, Lamborghini, Corvette, Audi A8 sowie BMW werden an den Start gehen. Viel Arbeit für P9-Manager Bernhard Fischer alles chancengleich abzuwickeln. Aber er bietet den Fahrern, den Teams und den GT-Herstellen eben auch eine internationale Bühne auf Grand Prix Strecken in 4 Nationen, die es zu erobern lohnt. HTS
 

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